Die Wunderkammer ist kein Ort, sie ist ein Spiegel, der den Geist seines Schöpfers reflektiert, ein Geist, dessen Begehren keine Grenze kennt und der die ganze Welt sich aneignen will, um in einem endlosen Stupor der Überraschung zu leben.
So schuf ich für das Restaurant vom Almhof Schneider eine in 116 Fragmenten bemalte Holzkassettendecke, die halluzinogene Pflanzen darstellt, dem alleinigen Bemühen um Interpretation und Ästhetik folgend, jegliche anerkannte Weisheit oder Idee missachtend. Sie ist ein pseudowissenschaftliches Welttheater, das der Pflanzenfotografie eines Karl Blossfeldt entlehnt sein könnte.
Die Lecher Rausch- & Wunderkammer ist jener Ort, an dem der kulinarische und alkoholische Genuss zelebriert wird. Hier schläft die Vernunft, hier werden phantastische Geschichten geboren.
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